Interaktivförderung
Die Idee der Interaktivförderung ist dem klassischen Konzept der multisensorischen Umgebungen angelehnt. Die gezielte und separierte Darbietung optischer und akustischer Reize zielt darauf ab, über den Entspannungszustand einen Zugang zum Patienten zu erlangen. Der Entspannungszustand ermöglicht es dem Patienten grundlegende Sinneserfahrungen im taktilen, emotionalen und kognitiven Bereich zu machen.
Elementare Ziele dabei:
- Wecken von Kommunikations- und Kontaktbereitschaft
- Aufbauen von Vertrauen in sich selbst, zu anderen Personen, Dingen und der Umwelt
- Verbesserung der Selbst- und Körperwahrnehmung
- Entdecken neuer Erlebnisqualität und Lebensfreude
- Verbesserung der Entspannungs- und Konzentrationsfähigkeit
- Verbesserung der Koordinationsfähigkeit, Selbstständigkeit und Entscheidungsfähigkeit
- Förderung der Kreativität
Kontrolle & Motivation
Ein Nutzer, der sonst nur wenige Kontrollmöglichkeiten über seine Umwelt hat und immer wieder die Hilflosigkeit und sein Angewiesensein auf den Betreuer bemerkt,
übernimmt im Interaktivraum die Kontrolle. Änderungen der audiovisuellen Reize als Folge des eigenen Handelns werden als positiv wahrgenommen und wirken motivierend.
Der Nutzer wird so dazu bewegt, die als therapeutisch sinnvoll erkannten Verhaltensweisen zu wiederholen.

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